| 1875 |
22.-27.5. |
Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands in Gotha. Sie firmiert seit 1890 unter dem Namen Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). |
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| 1878 |
21.10. |
Inkrafttreten des Sozialistengesetzes («Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie»). Seine Geltungsdauer wird bis 1890 mehrfach verlängert. |
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| 1902 |
März |
Lenin veröffentlicht sein Buch «Was tun?» Darin entwickelt er seine Theorie von der Partei der Berufsrevolutionäre, nach der später die Kommunistischen Parteien geformt werden. |
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| 1903 |
30.7. |
2. Parteitag der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (RSDAP) in Brüssel, Konstitution der Bolschewiki. |
|
| 1914 |
1.8. |
Beginn des Ersten Weltkriegs. |
|
4.8. |
Der Reichstag bewilligt die ersten Kriegskredite. Die SPD-Fraktion stimmt einstimmig für die Kredite.
In der Wohnung Rosa Luxemburgs findet das erste Treffen der linken sozialdemokratischen Kriegsgegner (darunter Hermann Duncker und seine Frau Käte, Hugo Eberlein, Franz Mehring, Ernst Meyer und Wilhelm Pieck) statt. |
| |
2.12. |
Karl Liebknecht (SPD) stimmt im Reichstag gegen die Kriegskredite. |
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| 1915 |
5.-8.9. |
Internationale Konferenz oppositioneller Sozialisten im schweizerischen Zimmerwald mit zehn deutschen Teilnehmern. |
|
| 1916 |
1.1. |
Gründung der Gruppe Internationale. Ab dem 27.1. gibt sie ihr «Politische Briefe» genanntes und mit «Spartacus» gezeichnetes Mitteilungsblatt heraus, daher auch später: Spartakusgruppe. |
| |
12.1. |
Karl Liebknecht wird aus der Reichstagsfraktion der SPD ausgeschlossen, Otto Rühle erklärt sich solidarisch und verlässt ebenfalls die Fraktion. |
| |
24.3. |
Gründung der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft (SAG) als
Zusammenschluss sozialdemokratischer Kriegsgegner im Reichstag. |
| |
24.-30.4. |
Zweite Internationale Konferenz oppositioneller Sozialisten im schweizerischen Kienthal mit sieben deutschen Teilnehmern. |
|
| 1917 |
6.-8.4. |
Gründungsparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) durch die SAG, die Spartakusgruppe tritt bei. |
| |
7.11. |
Putsch der Bolschewisten in Petrograd, Russland («Oktoberrevolution»). |
|
| 1918 |
3.3. |
Unterzeichnung des Friedens von Brest-Litowsk zwischen Deutschland und Russland. |
| |
6.- 8.3. |
Erster ordentlicher Parteitag der Bolschewiki nach der Machtübernahme, Umbenennung in Russische Kommunistischen Partei (Bolschewiki) (RKP(b)). |
| |
4.10. |
Sozialdemokraten treten in die Reichsregierung ein. |
| |
26.10. |
Gründung der Freien Sozialistischen Jugend (FSJ). |
| |
3.11. |
Matrosenaufstand in Kiel. |
| |
4.11. |
In Kiel übernehmen Arbeiter- und Soldatenräte die Macht. Ausbreitung des Aufstandes auf andere Städte. |
| |
9.11. |
Reichskanzler Max von Baden verkündet die Abdankung Wilhelms II. und überträgt sein Amt auf Friedrich Ebert. Um 14 Uhr ruft Philipp Scheidemann die demokratische Republik aus, kurz darauf ruft Karl Liebknecht die freie sozialistische Räterepublik aus. |
| |
10.11. |
Die erste Nummer der «Roten Fahne», des Zentralorgans der KPD, erscheint.
Drei Sozialdemokraten und drei Unabhängige Sozialdemokraten bilden als «Rat der Volksbeauftragten» die neue Regierung. |
| |
11.11. |
Auf Vorschlag von Leo Jogiches Umbenennung der Spartakusgruppe in Spartakusbund. |
| |
15.11. |
Gründung der «Zentralarbeitsgemeinschaft der industriellen und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Deutschlands» und damit Anerkennung der Gewerkschaften als Tarifpartner. |
| |
23.11. |
Gründung der Internationalen Kommunisten Deutschlands (IKD) durch Hamburger und Bremer Linksradikale. |
| |
14.12. |
Unter der Überschrift «Was will der Spartakusbund?» erscheint in der «Roten Fahne» das Spartakusprogramm. |
| |
16.-20.12. |
1. Reichsrätekongress in Berlin mit 489 Delegierten (10 vom Spartakusbund). Mit großer Mehrheit entscheiden sich die Delegierten für Wahlen zur Verfassunggebenden Nationalversammlung am 19.1.1919. |
| |
17.12. |
Erste große vom Spartakusbund durchgeführte Demonstration mit 30.000 Teilnehmern in Berlin. |
| |
30.12.-1.1.1919 |
Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in Berlin durch 127 Delegierte des Spartakusbundes und der IKD. Die Versammlung beschließt gegen den Willen von Liebknecht und Luxemburg einen Boykott der Wahlen zur Nationalversammlung. |
|
| 1919 |
4.1. |
Die preußische Regierung entlässt den Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn, weil er die Politik der Spartakisten begünstigt haben soll. |
| |
5.-12.1. |
Tausende von Arbeitern fordern in einer Massendemonstration die Rücknahme der Entlassung Eichhorns. Besetzung des Verlagsgebäudes des SPD-Zentralorgans «Vorwärts» und weiterer Druckhäuser in Berlin. Der Aufruhr entwickelt sich zum «Januaraufstand». |
| |
10.1.-4.2. |
Räterepublik in Bremen von Unabhängigen Sozialdemokraten und Kommunisten. |
| |
15.1. |
Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. |
| |
19.1. |
Wahlen zur Verfassunggebenden Nationalversammlung (Wahlboykott der KPD). |
| |
2.-19.3. |
Gründungskongress der Kommunistischen Internationale mit 49 russischen und 5 ausländischen Delegierten in Moskau. |
| |
10.3. |
Ermordung des ersten KPD-Organisationsleiters Leo Jogiches. |
| |
7.-13.4. |
Erste Münchner Räterepublik. |
| |
13.4.-2.5. |
Zweite Münchner Räterepublik unter kommunistischer Führung. |
| |
14.-15.6. |
Die erste Reichskonferenz der KPD in Berlin beschließt ein Statut und richtet 22 Bezirksorganisationen ein. |
| |
30.6.-5.7. |
Der 10. Kongress der Freien Gewerkschaften in Nürnberg gründet den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) als engeren Zusammenschluss der einzelnen Verbände. |
| |
11.8. |
Die Weimarer Reichsverfassung tritt in kraft. |
| |
18.-20.10. |
Die Freie Sozialistische Jugend (FSJ) bekennt sich zur KPD. |
| |
20.-24.10. |
2. KPD-Parteitag in Heidelberg. Die Zentrale legt Leitsätze zur revolutionären Taktik vor. Nach ihrer Annahme verlassen die ‚Linken‘ die Partei. |
| |
18.11.-11.12. |
Erste zentrale Parteischule der KPD in Hanau mit 29 Teilnehmern. |
| |
20.-26.11. |
Gründung der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI) in Berlin. |
|
| 1920 |
13.1. |
Unabhängige Sozialdemokraten und Kommunisten demonstrieren gegen die geplante Verabschiedung des Betriebsrätegesetzes vor dem Reichstag. Nach Schüssen der Polizei kommen 42 Menschen ums Leben. |
| |
4.2. |
Inkrafttreten des Betriebsrätegesetzes (BRG). |
| |
25.-26.2. |
3. KPD-Parteitag in Karlsruhe. |
| |
13.-16.3. |
Kapp-Lüttwitz-Putsch.
Die KPD-Führung in Berlin braucht nach der klammheimlichen Freude in ihrer ersten Stellungnahme einige Stunden und reichlich Druck vom abwesenden Paul Levi, um zu erkennen, dass sich die KPD dem Kampf gegen die Putschisten unmissverständlich anschließen muss. |
| |
15.3. |
Bildung der Roten Ruhrarmee im Kampf gegen die putschenden Freikorps. |
| |
16.-22.3. |
Zwölf Millionen Arbeiter beteiligen sich reichsweit am Generalstreik der Gewerkschaften. |
| |
3.-4.4. |
Gründung der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD)
durch abgespaltene KPD-‚Linke‘. Sie ist kurzzeitig die größere kommunistische Partei in Deutschland. |
| |
14.-15.4. |
4. KPD-Parteitag in Berlin. |
| |
23.7.-7.8. |
2. Weltkongress der KI in Moskau. Er verabschiedet 21
Bedingungen zur Aufnahme befreundeter Parteien. |
| |
September |
Gründung des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD). |
| |
16.10. |
Der außerordentliche Parteitag der USPD (12.-17.10.1920) nimmt mit 263 zu 156 Stimmen die 21
Bedingungen an. Spaltung der Partei. |
| |
1.-3.11. |
5. KPD-Parteitag in Berlin. |
| |
4.-7.12. |
6. KPD-Parteitag in Berlin (Vereinigung mit USPD-Linke),
KPD wird zur Massenpartei mit angeblich bis zu 450.000 Mitgliedern. Zu gemeinsamen Vorsitzenden werden Paul Levi und Ernst Däumig gewählt. |
| |
7.12. |
Gründung der Kommunistischen Kindergruppen (KK). |
|
| 1921 |
8.1. |
Offener Brief der KPD an den ADGB, die AfA, die Allgemeine Arbeiterunion, die Freie Arbeiterunion (Syndikalisten), die SPD, die USPD und die KAPD mit dem Angebot der gemeinsamer Aktionen «zur Sicherstellung der Existenz der Arbeiter, Angestellten und Beamten.» |
| |
24.2. |
Da sie im Zentralausschuss ihre Resolution zur Aufnahme der italienischen Sozialisten in die KI
und eine Strukturreform letzterer nicht durchsetzen können, treten die beiden Vorsitzenden der KPD Paul Levi und Ernst Däumig zurück. Clara Zetkin und weitere Vorstandsmitglieder geben ebenfalls ihren Rücktritt bekannt. Die Parteiführung geht an eine Gruppe um Heinrich Brandler und August Thalheimer über. |
| |
2.-18.3. |
Aufstand gegen die Bolschewiki in Kronstadt, wird blutig niedergeschlagen. |
| |
8.3. |
Wladimir I. Lenin proklamiert die Neue Ökonomische
Politik, die eine teilweise Rückkehr zu kapitalistischen Wirtschaftsmethoden beinhaltet. |
| |
10.3. |
Massendemonstration der KPD im Berliner Lustgarten unter der Losung «Bündnis mit Sowjetrußland». |
| |
13.3. |
Fehlgeschlagener Anschlag von Mitgliedern der KAPD auf die Berliner Siegessäule. |
| |
21.3.-1.4. |
«Märzaktion»: Aufstandsversuch der KPD. Nach Beendigung durch Regierungstruppen Massenaustritte aus der KPD. |
| |
12.4. |
Paul Levi kritisiert die «Märzaktion» in seiner Broschüre «Unser Weg. Wider den Putschismus». |
| |
15.4. |
Paul Levi wird aus der KPD ausgeschlossen. |
| |
6.5. |
Der Abschluss eines Handelsvertrags zwischen dem Deutschen Reich
und Sowjetrußland bedeutet die diplomatische Anerkennung der Sowjetregierung. |
| |
22.6.-12.7. |
3. Weltkongress der KI in Moskau. In der Folge Umorientierung der KPD von der Taktik der revolutionären Offensive auf eine Einheitsfronttaktik, d.h. eine relativ pragmatische Zusammenarbeit mit anderen Arbeiterorganisation zur Durchsetzung von konkreten Verbesserungen. |
| |
3.-17.7. |
Gründung der kommunistischen Revolutionären Gewerkschafts-Internationale (RGI). |
| |
12.8. |
Gründung der Internationalen Arbeiterhilfe (IAH) im Rahmen der Solidaritätsaktion mit den Hungernden in Sowjetrussland. |
| |
22.-26.8. |
7. KPD-Parteitag in Jena.
Verabschiedung eines neuen Parteistatuts, das erstmals einen umfassenden Pflichtenkatalog für die Mitglieder festlegt:
«Mitglied der Partei kann jede Person werden, die Programm, Satzungen und die Beschlüsse der Partei und der Kommunistischen Internationale als für sich bindend anerkennt, an der täglichen Parteiarbeit teilnimmt, regelmäßig die Parteibeiträge zahlt, die Parteizeitung abonniert und für sie wirbt.» |
| |
24.9. |
Erste deutsche Ausgabe der KI-Publikation «Internationale Presse-Korrespondenz» («Inprekorr»). |
| |
25.9. |
Bildung der Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft im Reichstag (KAG). Sie
verlangte materielle Unabhängigkeit der KPD von der KI und wendete sich
gegen Eingriffe des EKKI. |
| |
7.10. |
Die KPD-Fraktion im thüringischen Landtag wählt und toleriert eine SPD-USPD-Minderheitsregierung. |
| |
November |
Der sozialdemokratischer «Vorwärts» veröffentlicht geheime Dokumente der KPD über die «Märzaktion«. Akute Krise in der Parteiführung der KPD. |
| |
27.12. |
Nach seiner Kritik an den Hintermännern der «Märzaktion» wird KPD-Generalsekretär Ernst Reuter gemeinsam mit zahlreichen Anhängern aus der Partei ausgeschlossen. Das Amt des Generalsekretärs wird nicht mehr besetzt. |
|
| 1922 |
20.3. |
Die Kommunistische Arbeitsgemeinschaft tritt der USPD bei. |
| |
3.4. |
Auf Vorschlag Lenins wird Josef W. Stalin zum neuen
Generalsekretär des Zentralkomitees der RKP gewählt. |
| |
20.4. |
Demonstration von KPD und USPD im Lustgarten wegen des Rapallo-Vertrags zwischen dem Deutschen Reich und Sowjetrussland mit angeblich 150.000 Teilnehmern. |
| |
19.-24.6. |
90 der 691 Delegierten des 11. ADGB-Kongresses sind KPD-Mitglieder. |
| |
24.6. |
Ermordung von Außenminister Rathenau und gemeinsames Manifest von ADGB, AfA, SPD, USPD und KPD zum Ausstand am Nachmittag des 27.6.1922 mit der Forderung an den Staat, die Republik besser zu schützen. |
| |
24.9. |
Vereinigung der Rest-USPD mit der SPD auf dem gemeinsamen Parteitag in
Nürnberg. |
| |
5.11.-5.12. |
4. Weltkongress der KI in Moskau. |
| |
25.-30.12. |
Gründung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). |
|
| 1923
|
11.1. |
Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen. |
| |
28.1.-1.2. |
8. KPD-Parteitag in Leipzig. Intensive Diskussionen über den Sinn und die konkrete Anwendung der Einheitsfronttaktik. |
| |
29.3. |
Die Sowjetunion beginnt damit 9.000 t Getreide ins Ruhrgebiet zu liefern. |
| |
1.6. |
Gründung der Gesellschaft der Freunde des neuen Rußland (GFR) durch Kommunisten und Sympathisanten. |
| |
10.8. |
Misstrauensvotum der KPD im Reichstag gegen die Regierung Cuno. |
| |
11.8. |
Die KPD und der ihr nahestehende Reichsausschuss der deutschen Betriebsräte rufen den Generalstreik mit dem Ziel des Sturzes der Regierung Cuno aus. Dieser wird am 14.8. wegen mangelnder Unterstützung durch die Arbeiter und wegen Cunos nicht vom Generalstreik verursachten Rücktritt (12.8.) abgebrochen. |
| |
21.8. |
Das Politbüro der RKP entscheidet, den Staat, die Partei und die KI auf eine mögliche deutsche Revolution zu orientieren. Sie richtet zu diesem Zweck eine eigene Kommission ein. |
| |
27.9.-1.10. |
Generalstreik im Ruhrgebiet. |
| |
4.10. |
Das Politbüro der RKP beschließt, den revolutionären Aufstand in Deutschland vorzubereiten. Als Termin wird der 9. November 1923 angestrebt. Zur Unterstützung der KPD-Zentrale werden vier russische Funktionäre nach Deutschland entsandt, darunter Karl Radek. |
| |
10./16.10. |
Koalition von KPD und SPD in Sachsen und Thüringen,
Eintritt von Heinrich Brandler, Fritz Heckert und Paul Böttcher in die sächsische und von Karl Korsch, Theodor Neubauer und Albin Tenner in die thüringische Landesregierung. Daraufhin Umzug der KPD-Zentrale von Berlin nach Dresden. |
| |
21.10. |
Eine von der KPD einberufene Konferenz von Gewerkschaftern und Betriebsräten in Chemnitz spricht sich gegen einen Generalstreik aus. Der KPD-Vorsitzende Heinrich Brandler sagt daraufhin den geplanten Aufstand ab. |
| |
22.10.
|
Reichswehreinmarsch in Sachsen. Verbot der «Roten Fahne« (bis 29.2.1924). |
| |
23.-26.10.
|
Der KPD-Aufstand in Hamburg wird durch die Polizei niedergeschlagen. 24 Aufständische und 17 Polizisten sterben. |
| |
29.10. |
Reichspräsident Friedrich Ebert ermächtigt die Reichsregierung zur Reichsexekutive gegen Sachsen. Die sächsische SPD/KPD-Regierung wird daraufhin abgesetzt. |
| |
23.11.
|
General von Seeckt, seit 8.11. in Besitz der Exekutivgewalt, erlässt ein reichsweites Verbot der NSDAP, der Deutschvölkischen Freiheitspartei und der KPD. |
|
| 1924 |
1.1. |
Nach ZK-Mitglied Wilhelm Pieck gab es bis zum 30.4.1925 981 Prozesse gegen 7.000 Kommunisten, von denen 5.768 verurteilt werden. |
| |
21.1. |
Tod Lenins in Gorki (bis 1929 Aufstieg Stalins). |
| |
19.1. |
Das Präsidium des EKKI beschließt, dass die Schuld für den Ausfall der deutschen Revolution bei Brandler und Radek liegt. |
| |
27.1. |
Gedächtnisfeier der KPD zum Tode Lenins im Großen Schauspielhaus in Berlin. |
| |
22.2. |
In Magdeburg gründet sich der sozialdemokratische Kampfverband Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. |
| |
28.2. |
Aufhebung des Parteiverbots der KPD. |
| |
19.2. |
Die Sitzung des Zentralausschusses der KPD beschließt eine Umgruppierung der Zentrale. Die Parteilinke um Ruth Fischer, Arkadi Maslow und Ernst Thälmann bekommt größeren Einfluss. |
| |
7.-10.4. |
9. KPD-Parteitag in Frankfurt am Main. Wahl einer überwiegend linken Zentrale, deren Führung in den Händen von Ruth Fischer, und Arkadi Maslow liegt. Sie fährt in den nächsten Monaten eine ‹ultralinke› Taktik.
Außerdem beschließt der Parteitag ein neues Statut, das eine neue Organisationsform einführt: «Die Grundlage der Parteiorganisation bilden die nach Betrieben aufgebauten Parteizellen. Alle Kommunisten, die in einem bestimmten Betrieb arbeiten, müssen zur Betriebszelle dieses Betriebes gehören.» |
| |
17.6.-8.7.
|
5. Weltkongress der KI in Moskau. Beschluss über die «Bolschewisierung der kommunistischen Parteien«. Damit werden die Organisationsprinzipien der russischen Partei für allgemein verbindlich erklärt. |
| |
1.8. |
Gründung des Roten Frontkämpferbundes (RFB),
der paramilitärischen Nebenorganisation der KPD. |
| |
30.8. |
Die Fraktionen von SPD- und KPD erreichen durch den gemeinsamen Auszug die Beschlussunfähigkeit des Reichstags vor einer Abstimmung über Schutzzölle für Agrarprodukte. |
| |
20.10. |
Beschluss des Zentralausschusses der KPD: «Kein Genosse kann nach dem 1. Februar 1925 mehr Mitglied der Partei bleiben, wenn er sich bis zu diesem Termin nicht gewerkschaftlich organisiert hat.» |
| |
2.11.
|
Werbung in der «Roten Fahne»: «Wie ein Blitz in die Massen des schaffenden Volkes fährt die KLASSENKAMPF Zigarette» |
| |
30.11. |
Umbenennung der Zeitschrift «Sowjet-Rußland im Bild» der IAH in Arbeiter-Internationale Zeitung (AIZ), die später zur zweitgrößten illustrierten Zeitung wurde. |
| |
28.12.
|
Gründungskonferenz der Arbeiterkorrespondentenbewegung der «Roten Fahne» mit 62 Teilnehmern. |
|
| 1925 |
21.3.-6.4. |
Die V. Tagung des Erweiterten Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale in Moskau konstatiert eine «teilweise Stabilisierung der kapitalistischen Wirtschaft«. Eine Folge dieser Neuorientierung ist der allmähliche Übergang der KPD zu einer relativ pragmatischen Strategie (bis 1928/29). Erste Konflikte zwischen der KPD-Führung und dem EKKI. |
| |
26.4. |
Wahl Hindenburgs zum neuen Reichspräsidenten. Er siegt
im 2. Wahlgang mit 48,3 Prozent knapp vor Wilhelm Marx mit 45,3 Prozent. KPD-Kandidat Ernst Thälmann erreicht 6,4 Prozent. |
| |
21.5.
|
Erstes Reichstreffen des RFB in Berlin. Wegen des großen Erfolgs bürgert sich dies schnell als Tradition ein. |
|
|
12.-17.6.
|
10. KPD-Parteitag in Berlin.
Entsprechend einer Mustervorlage der KI gibt sich die KPD ein neues Statut, das den 1919 begonnenen Umbau zur Partei bolschewistischen Typs abschließt: «Die strengste Parteidisziplin ist die höchste Pflicht aller Parteimitglieder und Parteiorganisationen.» |
| |
14.7.-28.8. |
Reise der ersten deutschen Arbeiterdelegation mit 58 Mitgliedern in die Sowjetunion. |
| |
1.9. |
Die «Rote Fahne» veröffentlicht auf 3 Seiten einen Offenen Brief des Exekutivkomitees der KI, der gebieterisch einen Kurswechsel der KPD verlangt. Das EKKI wirft der KPD-Führung vor, sie habe die Partei innerhalb der Arbeiterschaft isoliert.
In seiner Folge werden die bisherigen linken Parteiführer erst aus der Zentrale und später nach heftigen Konflikten auch aus der Partei geworfen. Thämann wird neuer Parteivorsitzender. |
| |
13.-18.9. |
9. Parteitag der SPD in Heidelberg: Die Delegierten beschließen ein neues Parteiprogramm, das dem marxistischen Ansatz des Erfurter Programms
von 1891 folgt. |
| |
19.9. |
Stichtag für die Auflösung der KPD-nahen Gewerkschaft Union der Hand- und Kopfarbeiter. Überführung ihrer Mitglieder in die entsprechenden ADGB-Verbände. |
| |
31.10.-1.11. |
Erste Reichskonferenz der KPD, die Delegierten wurden erstmals auf der Basis von Betriebszellen gewählt. |
| |
25.11. |
Gesetzentwurf der KPD über eine entschädigungslose Enteignung der früheren regierenden Fürstenhäuser. |
| |
29.11. |
Gründung des Roten Frauen- und Mädchenbundes (RFMB) in Berlin. |
| |
4.12. |
Die «Rote Fahne» veröffentlicht einen Offenen Brief des ZK der KPD an die SPD und die Freien Gewerkschaften mit dem Aufruf, gemeinsam einen Volksentscheid für die Fürstenenteignung herbeizuführen.
|
| |
13.12. |
KPD eröffnet mit Großdemonstration im Berliner Lustgarten
mit 60.000 Teilnehmern die Kampagne für die Fürstenenteignung.
|
| |
Jahresende |
Die Berliner KPD-Bezirksleitung beschließt, eine Marxistische Arbeiterschule (MASCH) einzurichten. Diese war zunächst nicht als Parteischule der KPD gedacht, sollte aber reinen Marxismus lehren.
|
|
| 1926 |
23.1. |
Einreichung des Gesetzentwurfs zum Volksbegehren für die Fürstenenteignung durch KPD, SPD und ADGB.
|
| |
15.2. |
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erreicht mit 2,4 Millionen einen neuen Höchststand seit März 1924.
|
| |
14.-17.3. |
Das Volksbegehren erzielt 12.523.939 Stimmen.
|
| |
29.4.
|
Deutsche Uraufführung des «Panzerkreuzer Potemkin» im Berliner «Apollo-Theater» in der Friedrichstraße. Am 1.5.1926 schrieb die «Rote Fahne»: «Jeder Nerv vibriert.»
|
| |
6.5. |
Nach dem erfolgreichen Volksbegehren zur Fürstenenteignung lehnt der Reichstag den Gesetzentwurf mit 236 gegen 142 Stimmen der SPD und KPD ab. Der Gesetzentwurf kann jetzt nur noch über einen Volksentscheid Rechtskraft erlangen. |
| |
6.6. |
Gründung der Alten Sozialdemokratischen Partei Sachsens. Sie ist eine Spätfolge der innerparteilichen Auseinandersetzungen der sächsischen SPD nach der Reichsexekution vom Oktober 1923. |
| |
20.6.
|
Volksentscheid zur Fürstenenteignung: 39,3 % der Wahlberechtigten nehmen teil, davon stimmen 92,7 % mit Ja (=14.455.184 Personen). Das nötige Quorum (19.892.925 Stimmen) wird aber verfehlt. |
| |
11.6.
|
Einweihung des Denkmals für die Märtyrer von 1919 von Ludwig Mies
van der Rohe in Friedrichsfelde (Bild),
von nun an jährlich im Januar dort Gedenkveranstaltung. |
| |
27.7.-15.10. |
Reise der zweiten deutschen Arbeiterdelegation mit 65 Mitgliedern in die Sowjetunion. |
| |
Ende
|
Das ZK der KPD und die Bezirksleitung Berlin-Brandenburg ziehen in ein kürzlich gekauftes und auf den Namen Karl-Liebknecht-Haus getauftes Bürohaus am Bülowplatz in Berlin um. |
|
|
1927
|
2.-7.3.
|
11. KPD-Parteitag in Essen. |
| |
19.3. |
Kampfverbände der Nationalsozialisten und Kommunisten liefern sich
in Berlin blutige Straßenschlachten. |
| |
7.7.
|
Verabschiedung des Gesetzes über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (AVAVG) im Reichstag; KPD stimmt geschlossen dagegen. |
| |
25.8.
|
Demonstration der KPD gegen die Todesurteile für die anarchistischen
Arbeiter Niccola Sacco und Bartolomeo Vanzetti in den USA in Berlin, die am 23.8. vollstreckt worden waren. |
| |
5.10.-1.11. |
Auf Einladung der IAH absolviert die russische Agitproptruppe «Blaue Blusen» eine Tournee mit 13 Auftritten in Deutschland. In der Folge entwickeln sich zahlreiche deutsche
Agitproptruppen mit ihrer ganz eigenen Verbindung von Satire, Gesang und Agitation. |
| |
6.11. |
70.-80.000 Teilnehmer auf einer Demonstration der KPD zum 10. Jahrestag der Oktoberrevolution im Berliner Lustgarten. |
| |
15.10.-18.11. |
Reise der dritten deutschen Arbeiterdelegation mit 77 Mitgliedern in die Sowjetunion. |
| | | |
|
|
1928
|
29.2.
|
Das Geheimabkommen zwischen den EKKI-Delegationen der KPdSU und der KPD leitet eine neue Linkswendung der KPD ein. Zu den Unterzeichnern für die KPD gehören Dengel, Eisler, Ewert, Neumann, Remmele und Thälmann.
|
| |
8./9.4.
|
Gründung des Leninbundes durch aus der KPD ausgeschlossene ‹Linke›.
|
| |
11.4 |
Bewaffnete Befreiung von Otto Braun aus dem Kriminalgericht in Berlin-Moabit durch KPD-Mitglieder. |
| |
17.7.-1.9. |
Der 6. Weltkongress der KI in Moskau beschließt eine
ultralinke Taktik. Der Kampf der Komintern soll sich in erster
Linie gegen die «sozialfaschistische» Sozialdemokratie richten. |
| |
2.8. |
Der Vorstand des Arbeiter-Turn- und Sportbundes schließt die kommunistisch dominierten Arbeitersportkartelle in Berlin und Halle aus. |
| |
26.9. |
Auf Antrag seines Polbüros beschließt das ZK der KPD Thälmanns Funktionen ruhen zu lassen, und die weitere Entscheidung, weil Thälmann EKKI-Mitglied war, statutengemäß dem EKKI zu überlassen.
Hintergrund: Thälmann hatte Unterschlagungen seines Freundes John Wittorf in der Hamburger Bezirksorganisation monatelang gedeckt. |
| |
16.10.
|
Das Volksbegehren der KPD gegen den Bau von Panzerkreuzern scheitert kläglich: nur 2,9 Prozent der Wahlberechtigten zeichnen sich ein. |
| |
18.10.
|
Das ZK der KPD hebt auf Druck aus Moskau mit 25 gegen 6 Stimmen (9 gegen 3 bei den Kandidaten) seinen eigenen Beschluss der Absetzung Thälmanns vom 26.9.1928 auf und bezeichnet dessen Veröffentlichung als «die Partei schwer schädigenden Fehler». |
| |
19.10. |
Gründung des Bundes Proletarisch-Revolutionärer Schriftsteller
(BPRS). |
| |
4.11. |
Gründung des Bundes der Freunde der Sowjetunion (BFSU). |
| |
21.12.
|
Bis zum 20.1.1929 Ausschlusswelle gegen führende ‹rechte› KPD-Funktionäre.
|
| |
29.12.
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Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (Opposition) (KPO)
durch aus der KPD ausgeschlossene ‹Rechte›.
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1929
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3.2.
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Eröffnung der zentralen Parteischule der KPD in Fichtenau bei Berlin. |
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14.3. |
Beschluss des ZK der KPD, die aus den Gewerkschaften ausgeschlossenen Parteimitglieder zu registrieren. Der ausgeschlossene Berliner Branchenführer der Rohrleger, Michael Niederkirchner, gründet eine Hilfsorganisation für Ausgeschlossene, die später zur Keimzelle der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) wird. |
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21.3. |
Der preußische Innenminister Grzesinski erlässt ein Demonstrationsverbot, da er weitere Zusammenstöße der SA mit dem RFB befürchtet. |
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1.-3.5. |
«Blutmai» in Berlin: Die Polizei tötet, nachdem die Berliner KPD trotz Verbots zum demonstrieren aufgerufen hatte, insgesamt 33 Demonstranten.
Weitere 198 Demonstranten sowie 47 Polizisten werden verletzt.
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2.-3.5. |
Dem KPD-Aufruf zum Massenstreik gegen die Polizeiübergriffe folgen nur 25.000 Arbeiter. |
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9.-16.6. |
12. KPD-Parteitag in Berlin-Wedding. |
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18.6. |
Der KPD-Antrag im Reichstag auf Streichung der zweiten Rate für den Panzerkreuzer A scheitert. |
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6.5.
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Verbot des RFB. Die KPD-Führung beschließt, ihn illegal weiterzuführen. |
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5.11.
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Die «Rote Fahne» gibt die Parole aus «Schlagt die Faschisten, wo ihr sie
trefft». |
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25.10. |
Der «Schwarze Freitag» an der New-Yorker Börse leitet
die Weltwirtschaftskrise ein. |
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30.11.-1.12.
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Gründung der Revolutionären Gewerkschaftsopposition als gewerkschaftliche Nebenorganisation der KPD. |
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| 1930 |
5.1. |
In Moskau beschließt das ZK der KPdSU, die Kollektivierung der Landwirtschaft durch den Aufbau von Kolchosen voranzutreiben. |
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3.2. |
Streik der «Rote Fahne»-Mitarbeiter wegen Nicht-Auszahlung der Wochenlöhne. |
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30.3. |
Heinrich Brüning Reichskanzler, Entmachtung des Reichstags. |
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3.4. |
Misstrauensanträge von KPD und SPD gegen die Regierung Heinrich Brüning werden mit 253 gegen 187 Stimmen abgelehnt. |
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24.8. |
Die «Rote Fahne» eröffnet für die KPD den Wahlkampf mit der von Heinz Neumann entworfenen «Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes». |
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28.9. |
Die KPD gründet den Kampfbund gegen den Faschismus (KBF). |
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2.12. |
Aufmacher der «Roten Fahne»: «Faschistische Diktatur». |
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| 1931 |
2.1. |
Als Reaktion auf die Massenentlassungen durch den Zechenverband beginnen im linksrheinischen Kohlenrevier und im Raum Recklinghausen Streiks unter Führung der KPD. |
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21.7.
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Das ZK der KPD beschließt die Beteiligung der Partei am Volksentscheid zur Auflösung des preußischen Landtags der rechten Parteien, der kurz zuvor noch als reaktionäre Machenschaft bezeichnet worden war. |
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9.8.
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Der Volksentscheid endet mit schwerer Niederlage für die KPD.
Ermordung der Polizisten Lenk und Anlauf durch Kommunisten in der Nähe des Karl-Liebknecht-Hauses. Daraufhin Schließung der KPD-Zentrale für 10 Tage und Verbot der «Roten Fahne» für zwei Wochen.
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4.10.
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Gründung der Sozialistischen Arbeiter-Partei (SAP) durch ausgeschlossene SPD-‹Linke›. |
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10.11.
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ZK-Beschluss gegen individuellen Terror. |
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| 1932 |
15.2. |
Nach Angaben des Reichsarbeitsministeriums sind in Deutschland 6,127 Millionen Menschen arbeitslos. Jeder dritte Arbeitnehmer ist ohne Beschäftigung. |
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10.4.
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Bei der Reichspräsidentenwahl erhält Hindenburg im zweiten Wahlgang 53 Prozent der Stimmen und bleibt damit Reichspräsident. Hitler
kommt auf 36,8 Prozent, Thälmann auf 10,2 Prozent der Stimmen. |
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Mai |
Heinz Neumann, als Mitglied des ZK-Sekretariats Angehöriger der engeren Parteiführung, wird nach und nach von all seinen Ämtern entbunden. Das neue ZK-Sekretariat besteht nun aus Thälmann, Remmele, Schehr und den Kandidaten Pieck und Ulbricht. |
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5.6. |
Aufruf zur Gründung der «Antifaschistischen Aktion». Anlass war ein Überfall der NSDAP-Abgeordneten im Preußischen Landtag auf die KPD-Fraktion und deren Redner Pieck. |
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17.6. |
Offener Brief von Albert Einstein, Heinrich Mann und Käthe Kollwitz an die SPD und die KPD mit der Aufforderung, eine Listenverbindung zur Wahl einzugehen. |
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17.7. |
In mehreren Städten kommt es zu Zusammenstößen zwischen
Kommunisten und Nationalsozialisten. Den ersten Höhepunkt der bürgerkriegsähnlichen Kämpfe nach Wiederzulassung der SA bildet der «Altonaer Blutsonntag»: Die SA provoziert gezielt Straßenkämpfe mit Kommunisten. Bei den Schießereien sterben 18 Menschen. |
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20.7.
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Reichsexekution gegen preußische Regierung,
Der KPD-Aufruf zum Generalstreik bleibt ohne nennenswerte Resonanz. |
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15.10. |
Hermann Remmele wird aus dem ZK-Sekretariat entfernt, sein Nachfolger wird Ulbricht, für den wiederum Florin als Kandidat nachrückt. |
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6.11. |
KPD wird bei Reichstagswahlen erstmals stärkste Partei in Berlin. |
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3.-8.11. |
Streik bei der Berliner Verkehrs-Gesellschaft, Zusammenarbeit von RGO
und NSBO (NSDAP-Betriebsorganisation). |
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| 1933 |
7.1. |
Stalin erklärt die erfolgreiche Erfüllung des ersten Fünfjahresplans. |
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30.1.
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Hitler zum Reichskanzler ernannt. |
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23.2.
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Letzte Wahlkundgebung der KPD vor dem faktischen Verbot, Wilhelm Pieck fordert eine Einheitsfront gegen die Regierung Hitler. |
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26.2.
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Letzte legale Ausgabe der «Roten Fahne». |
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27.2. |
Reichstagsbrand. Verhaftung von 11.500 KPD-Funktionären. |
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31.3. |
Formelle Stornierung der 81 kommunistischen Reichstagsmandate, schon vorher wurden ihre Mitglieder nicht zu Sitzungen eingeladen. Die Partei wird damit - obwohl nie ein formelles Parteiverbot ausgesprochen wird - in die Illegalität gedrängt. |